Für Laika, die am 3.November 1957 ins All geschossen wurde .......

Hannelore Rodrian schreibt:  "Ich war neun Jahre alt, als man Laika ins Weltall schickte; und es vergingen nahezu vierzig Jahre, ehe mir bewusst wurde, dass sie nie zurückgekehrt war und dass man ihre Rückkehr auch nie beabsichtigt hatte.

Ihr Sputnik stürzte am 14. April 1958 ab und verglühte in der Atmosphäre, nach 2750 Erdumkreisungen und 100 Millionen Kilometern.
Aber sie war lange vorher tot. Die Batterien, die sie und die Sensoren am Leben hielten, die Blutdruck, Atemfrequenz und Herzschlag überprüften, versagten, wie inzwischen bekannt wurde, offenbar bereits nach sieben Stunden.  Man konnte ihr Sterben an den Monitoren verfolgen.
Sie war eine kleine russische Streunerhündin, die man in den Straßen Moskaus gefunden hatte, ein sibirischer Husky-Mix, ungefähr drei Jahre alt und sie war die erste von 13 Hunden, die man ins All schickte. Außer ihr starben noch weitere vier Hunde. Sie hießen Lynx, Lisichka, Pchelka und Muschka. Doch nur Laikas Tod hatte man planend einkalkuliert. Die anderen fielen Unglücken zum Opfer.
Ich weiß nicht und habe es nie gewusst, mit welchem Recht die Menschheit sich selbst den ersten Platz in der Schöpfung zuweist. Es kann nur das Recht des Stärkeren sein und diese Vorstellung hat uns ziemlich weit an den Rand der Vernichtung gebracht. Laut biblischer Genesis –und auch de facto – sind wir als Letzte auf der Bühne des Lebens erschienen, aber wir haben es innerhalb von schlappen 100 000 Jahren von den Bäumen herunter bis zur Atombombe und der Ausrottung von täglich(!) 60 Tier- und Pflanzenarten geschafft.
Dieses Recht des Stärkeren verweist jede Lebensform, außer der eigenen, auf die hinteren Ränge, teilt Leben auf in „wert“, „weniger wert“ und „gar nichts wert“, auf nichts anderem fußend, als der Fähigkeit und der Bereitschaft zur Vernichtung anderen, „weniger werten“ Lebens.
Laikas Leben war offenbar nicht viel wert, außer dazu, als Versuchsobjekt den Wissenschaftlern, die sie für ihren Raumflug trainiert hatten, einiges an Ruhm zu bringen.
Es war keine Frage, dass es geopfert werden konnte.
Niemand hatte die Stimme für sie erhoben, niemand ihr Recht auf Leben verteidigt. Sie hatte dieses Recht nicht, weil das Recht der Menschen auf Fortschritt, auf Erfolg und nicht zuletzt auf Gewinn, dem ihren, nur ihr kleines Leben zu leben, entgegenstand.
Nach einer Woche im All verstummten ihre Lebenszeichen; und doch höre ich sie noch heute in meinem Herzen rufen.
Und zumindest hier, an dieser Stelle, soll sie Gehör finden: als eine Stimme für die von Millionen Tieren, die in den Folterkammern der Wissenschaft leiden und sterben.
Hr"
Ursprungstext -Waisenseelen Über Hunde und Menschen und die Macht der Liebe Taschenbuch von Hannelore Rodrian

Es gibt Verluste, welche der Seele eine Erhabenheit mitteilen, bei der sie sich des Jammers enthält und sich wie unter hohen schwarzen Zypressen schweigend ergeht.
Friedrich Nietzsche

Die tierischen Helden der Raumfahrt

http://www.zeit.de/wissen/geschichte...iere-raumfahrt

Laika starb einsam und allein...........
Raumfahrtgeschichte Die tierischen Helden der Raumfahrt


Im April jährt sich der erste bemannte Raumflug zum 50. Mal. Vor Juri Gagarin kreisten andere Säugetiere um die Erde. Zu Ehren der tierischen Kosmo- und Astronauten.
© OFF/AFP/Getty Images

Hündin im Weltall: Die Hündin Laika war das erste Lebewesen, das in einer Kapsel ins All geschossen wurde

Weltraumpioniere, das sind Juri Gagarin, Alan Shepard und John Glenn, Neil Armstrong und Walentina Tereschkowa. Doch wer erinnert sich an Laika, Ptscholka und Muschka, die Hündinnen, die ihr Leben für die Wissenschaft ließen? Was ist mit Belka, Strelka und Tschernuschka, die aus dem All zurückkehrten, ehe Gagarin die Reise wagte? Wer ehrt Swjosdotschka, seine unmittelbare Vorgängerin? Oder die US-Affen Gordo, Able, Baker, Ham und Enos?
Anzeige


Von
den ungetauften Fruchtfliegen ganz zu schweigen, die am 20. Februar 1947 als erste Tiere ins All fliegen. Der suborbitale, also die Umlaufbahn nicht erreichende Hüpfer einer V2-Rakete dauert gute drei Minuten und kratzt mit 109 Kilometern Höhe gerade mal an der Grenze zum Weltall. Das Experiment soll die Wirkung der Strahlung in großer Höhe untersuchen. Die Fliegen kommen lebend zurück.
Albert II. hat nicht so viel Glück. Der Rhesusaffe, das erste Säugetier im Weltall, wird im Juni 1949 mit einer V2 in eine Höhe von gut 130 Kilometern geschossen. Bei der Rückkehr geht der Fallschirm nicht auf; Albert II. stirbt. Sein Schicksal teilen
viele der zahlreichen Affen, die US-Weltraumforscher in den fünfziger und sechziger Jahren ins All schießen. Gordo etwa, ein Totenkopfäffchen wie Herr Nilsson aus den Pippi-Langstrumpf-Filmen: In seinem Raumanzug überlebt er 1958 den Start und acht Minuten Schwerelosigkeit ebenso wie die 40-fache Erdanziehungskraft, die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auf ihn wirkt – doch dann versagt der Fallschirm, Kapsel und Affe versinken im Meer.

Ham fliegt ins All, der erste Schimpanse im Weltraum
Able und Miss Baker, ein Rhesus- und ein Totenkopfaffe, überleben 1959 als erste Primaten einen Raumflug. Dann werden die Schimpansen Ham und Enos dafür trainiert, während des Fluges auf Lichtsignale hin Hebel zu bedienen. Ham wird 1961 der erste Schimpanse im All und damit der Wegbereiter des ersten US-Raumflugs von Alan Shepard, Enos der erste Schimpanse im Orbit, Vorgänger des ersten Amerikaners in einer Umlaufbahn, John Glenn.
Die größte Pionier-Ehre aber gebührt der Hündin Laika, dem ersten Tier in der Umlaufbahn der Erde. Sie ist von proletarischer Herkunft:
Laika ("Kläffer" auf Russisch) streunt bis zu etwa ihrem dritten Lebensjahr herrchenlos durch Moskau, bevor die sowjetische Raumfahrtbehörde sie engagiert – mit anderen Worten: einfängt. Der Mischling – wohl Sibirischer Husky mit Spuren von Terrier, Spitz oder auch Beagle – wird an enge Käfige gewöhnt, in Zentrifugen gesteckt, Lärm und Vibrationen ausgesetzt.

    • Weterok und Ugoljok
    • Die Bion-Affen
    • Nachruhm
Weterok und UgoljokAls Menschen im All schon keine Sensation mehr waren, stellten zwei Hunde den Rekord für einen Aufenthalt in der Umlaufbahn auf: Weterok ("Kleiner Wind") und Ugoljok ("Kleines Kohlestück") verbrachten vom 22. Februar 1966 bis zum 16. März 22 Tage im Orbit. Von Herz-Kreislauf-Unregelmäßigkeiten abgesehen kehrten sie wohlbehalten zurück. Ihre Mission ist bis heute der Rekord für Hunde – und wurde von Menschen erst 1974 übertroffen, als US-Astronauten vier Wochen in der Weltraumstation Skylab 2 verbrachten.
Die Bion-AffenIm
sowjetischen Bion-Programm kreiste in den 1980er und 1990er Jahren eine ganze Reihe Rhesusaffen um die Erde. Schankonja und Zabiyaka stellten in Bion 9 mit 13 Tagen und 17 Stunden den Langzeitrekord für Affen im All auf. Den Rhesusaffen Drema machten die Sowjets nach seinem Flug mit Bion 8 dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro zum Geschenk. Und die letzten Weltall-Affen bis dato waren Lalik und Multik, die 1997 mit Bion 11 zurückkehrten.
NachruhmDie Hündin Laika wurde
auf etlichen Briefmarken verewigt. Eine Statue im russischen Kosmonauten-Trainingslager Zwjozdnyj Gorodok ("Sternenstädtchen") bei Moskau erinnert an sie. Belka und Strelka werden zum Dank für ihre Dienste nach ihrem Tod ausgestopft und gehören heute dem Moskauer Raumfahrtmuseum. Der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow schenkt einen von Strelkas Welpen der Familie von US-Präsident John F. Kennedy. Schimpanse Ham tritt bis zu seinem Tod 1983 in Filmen auf, etwa mit Stunt-Star Evel Knievel. Nach Swjosdotschka hat der Sportartikelhersteller Nike jüngst einen Laufschuh benannt.

In einem verkabelten Korsett
startet Laika im zweiten Satelliten, den die Sowjets in den Orbit bringen, Sputnik 2, am 3. November 1957 vom Weltraumhafen Baikonur. Ihr Herz schlägt dreimal so schnell wie normal. Nach sieben Stunden Flugzeit kommen keine Lebenszeichen mehr: Laika stirbt an Überhitzung, vermutlich wegen eines Defekts in der Wärmeisolierung, und an ihrer Angst.
--------------------------------------------------------------------------------
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/2367681.stm

Montag, 28 Oktober, 2002, 10:34 GMT
Erster Hund im Raum starben innerhalb weniger Stunden
Laika - Tass

Von Dr. David Whitehouse
BBC News Online Redakteur Wissenschaft
Die Hündin Laika, das erste Lebewesen in den Orbit der Erde, nicht leben fast so lang wie sowjetische Funktionäre führte der Welt zu glauben.

Das Tier, auf einem One-Way-Trip an Bord startete Sputnik 2 im November 1957, wurde gesagt, schmerzlos im Orbit gestorben sind etwa eine Woche nach Raketenstart.

Nun hat sich herausgestellt, sie starb vor Überhitzung und Panik nur ein paar Stunden nach der Mission gestartet.

Die neuen Beweise auf dem jüngsten World Space Congress in Houston, Texas, USA, von Dimitri Malashenkov des Instituts für biologische Probleme in Moskau vorgestellt.

Der bekannte Historiker Raum Sven Grahn erklärte gegenüber BBC News Online, dass die neuen Informations-und überraschend groß war, wie es mehr als 40 Jahren der Spekulation über das Schicksal Laika endete.

Raumfahrtpionier

Laika-Mission an Bord Sputnik 2 verblüffte die Welt. Sputnik 1, dem weltweit ersten Satelliten, hatte weniger als einen Monat zuvor ins Leben gerufen.

TV-Bild von Laika aus der Kapsel, mit freundlicher Genehmigung Alexander Tschernow
Laika war ein Streuner gewesen
Es war eine Metallkugel mit einem Gewicht von etwa 18 kg (40 lbs) und war viel schwerer als alles, was die Vereinigten Staaten in Erwägung zog, startet.

Ein erstaunten Welt Zeuge der Start von Sputnik 2 Wägen 113 kg (250 lbs) und die Durchführung der ersten Lebewesen in den Orbit gehen - die Hündin Laika.

Das Tier hatte eine verirrte durch die Straßen von Moskau, als sie gefangen genommen wurde und bereit für eine Weltraummission.

Kurz nach dem Start die Sowjets sagen, dass Laika nicht bestimmt war, lebend zurückkehren und würde im Raum sterben. Die Empörung hervor, viele Beobachter.

Racing Puls

Dr. Malashenkov hat nun einige neue Details über Laika Mission, wie ihr Essen in Gelee bilden und dass sie gekettet zu verhindern ihr umzudrehen enthüllt.

Es war ein Kohlendioxid absorbieren Gerät in der Kabine auf die Ansammlung von dem giftigen Gas, sowie ein Sauerstoff-Generator zu verhindern.

Ein Fan wurde automatisch aktiviert, um den Hund cool, wenn die Kapsel die Temperatur 15 Grad Celsius überschritten.

Laut Dr. Malashenkov, hatte viel zu tun, um eine Gruppe von Hunden, um die Bedingungen in der engen Kabine des Sputnik 2 anzupassen. Sie wurden in immer kleinere Käfige für Zeiträume bis zu 15-20 Tage gehalten.

Albina, Laika und Muschka: Drei Hunde waren für die Sputnik 2 Flug trainiert. Albina war der erste "Backup", mit zweimal auf einer hochgelegenen Rakete geflogen. Muschka wurde verwendet, um Geräte und Leben unterstützen zu testen.

Tod im All

Medizinische Sensoren auf Laika platziert darauf hingewiesen, dass beim Start ihr Puls stieg um den Faktor drei über dem ruhenden Ebene.

Zu Beginn der Schwerelosigkeit, sank ihr Puls. Es dauerte drei mal länger als nach einer Zentrifuge Fahrt auf den Boden, um den Herzschlag zu Laika Pre-Launch-Werte zurückgeben, die Angabe der Stress sie litt.

Dr. Malashenkov auch gezeigt, wie Laika starb. Telemetrie von Sputnik 2 Kapsel zeigten, dass die Temperatur und Luftfeuchtigkeit nach dem Start der Mission erhöht.

Nach fünf Minuten vor sieben Stunden in die Flucht, wurden keine Lebenszeichen gegen Laika erhalten. Mit dem vierten Umlaufbahn es war offensichtlich, dass Laika hatte vor Überhitzung und Stress gestorben.

Bisher wurde angenommen, dass Laika mindestens vier Tage im Weltraum überlebt, und vielleicht sogar eine Woche bei Sputniks Sender gescheitert.

Trotz überlebenden nur für ein paar Stunden wird Laika Platz in der Geschichte der Raumfahrt gesichert und die Informationen, die sie bewiesen, dass ein lebender Organismus könnte eine lange Zeit in der Schwerelosigkeit zu dulden, wenn und ebnete den Weg für den Menschen im Raum.

Laika's "Sarg" umkreiste die Erde 2570 mal und bis in die Erdatmosphäre auf 4 April 1958 verbrannt.
Patras Hunde    renate.dueser@t-online.de