Unser Teammitglied Martina machte sich am 20. Mai 2011 auf nach Patras, um die Fellnäschen Farina, Fee, Kenan und Mambo abzuholen.

Früh morgens machte sie sich auf den Weg, verbrachte den Tag mit unserer Tierschützerin Maria, die ihr die Plätze zeigte, wo unsere Fellnäschen, sehr traurig, auf Hilfe warten.

So ein Tag in Patras, beschäftigt einen auch Tage danach :-(((

Lesen Sie Martinas Bericht.

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich bin gut wieder daheim angekommen und möchte Euch von meinen Erlebnissen in Patras berichten. Angefangen hat der Tag um 2 Uhr nachts. Auf dem Flughafen wurde ich von Helga erwartet, die mir Flugboxen für Maria mitgegeben hat. Maria braucht dringend Boxen, sonst können die Hunde nicht reisen! Nach dem Flug wurde ich von Maria sehr herzlich begrüßt. Sie ist wirklich eine tolle Frau. Mit welchem Engagement Sie an alles herangeht ist unglaublich.

Wir sind zuerst zu der Tierärztin Eleni gefahren. Die Praxis ist gut eingerichtet und Eleni macht einen sehr netten und kompetenten Eindruck. Hier durfte ich einen ersten Blick auf Farina werfen, die mich nach Deutschland begleitet hat. Sie ist ganz klein, zierlich und wunderhübsch. Klar sass sie ängstlich in der Box, aber nicht panisch. Ich denke schon, daß sie nach einiger Zeit auftaut.

Danach ging es in das Tierheim von Patras . Ich habe mir alle Hunde angesehen, Fotos gemacht und mir soweit es ging Notizen von jedem Hund
aufgeschrieben. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, ist dass die Gruppen der Hunde die zusammen in einem Zwinger leben nicht vernünftig zusammengestellt sind. In einem Gehege sitzt ein sehr dominater Staff-Rüde. Die beiden Rüden mit denen er sich den Zwinger teilt trauten sich überhaupt nicht aus den Hütten heraus. Der Staff zeigte auch den Hunden in den angrenzenden Gehegen starke Agressionen. Er versuchte immer wieder durch den Zaun zu beißen. Maria versuchte die Tierheim Leitung davon zu überzeugen den Staff zu separieren - leider erfolglos.

Das ist keine gute Situation - da kann einer der anderen Hunde zu Tode kommen.

Danach sind wir in das Paradies (ein kleines eingezäuntes Grundstück, wo Maria, eine kleine Anzahl Welpen beschützen kann)  gefahren. Vom Paradies hatte ich einen durchweg guten Eindruck: alles war sauber, die Welpen waren gut genährt und fröhlich - im Tierheim sah dies anders aus. Maria sagt, daß die Welpen im Tierheim geringe Überlebenschanchen haben, da sie gesundheitlich nicht ausreichend versorgt werden. Zu den Welpen im Paradies kommt 2 mal täglich eine Frau, die sich um die Hunde kümmert. (Hier leben u.a. Ouzo und Noah, die so dringend ihre Familien suchen)

Danach ging es noch einmal in das Tierheim, um Fee abzuholen, die ja auch mitgereist ist. Als Fee aus ihrem Zwinger geführt wurde, gab es eine
merkwürdige Situation: ausnahmelos alle Hunde haben wie verrückt gebellt, sind am Zaun hochgesprungen und sich wie wild aufgeführt. Ich hatte das
Gefühl sie wollen auf sich aufmerksam machen und von mir mitgenommen werden....

Zu guter letzt haben wir bei Rena (Tiersammlerin) - in ihrem Stadthaus - den kleinen Mambo abgeholt. Ich durfte mit zu Rena rein und sie zeigte mir alle ihre Tiere.
Sie hat sicher ein Herz für Tiere, aber das Chaos, der Krach (laute Musik), der Gestank und der Dreck in diesem Haus waren echt schlimm. Auf der
anderen Seite kümmerte sich Rena dann um einen Strassenhund aus dem Viertel, der gestern mit einem Schrotgewehr verletzt wurde....

Eine Sache bei Rena muss ich noch unbedingt erwähnen: Dano ist krank. Er hustet schlimm und Maria hat verspochen, daß er heute morgen zu Eleni
gebracht wird, sobald es eine Diagnose gibt, bekommen wir Bescheid. Dano ist ein ganz sanfter Riese von mindestens 60 cm Schulterhöhe - eher
etwas mehr. Er hat total sanfte Aufen und verträgt sich mit allen Tieren bei Rena - mit den kleinen Kätzchen schmust er! Ich drücke ganz fest die Daumen,
daß er bald nach Deutschland kommt!

Gegen 19 Uhr ging es dann mit 2 Autos zum Flughafen. Maria hat alles für mich geregelt und ich habe müde, aber zufrieden, daß alles geklappt meine
Heimreise angetreten. Kenan, habe ich ja noch gar nicht erwähnt. Der ist ein sehr Hübscher - wie seine Schwester Melek. Er ist nicht scheu und hat
heute Nacht bei uns übernachtet: gar kein Problem, er verhält sich als hätte er nie etwas anderes getan, obwohl er sicher noch nie in einem Haus war.

Die Ankunft war sehr schön. Farina wurde sehr herzlich von ihrer neuen Familie empfangen und auch die Pflegefamilie von Fee und Mambo war von den
Zwei begeistert. Ich werde heute einmal nachhören.

Und verliebt habe ich mich auch: und zwar in Petroula! Das ist sooooooo eine ganz kleine, quirlige Maus, die mich sofort um den Finger gewickelt hat.
Nur wie sage ich es Rudi ????

Ich werden eine Liste erstellen, in der ich meine Eindrücke von jedem Hund kurz schildere. Ausserdem gibt es jede Menge Fotos!

LG

Martina

Patras Hunde    renate.dueser@t-online.de